vendredi 4 juin 2021

 

Die Schweiz begrüßt die „glaubwürdigen und ernsthaften“ Anstrengungen  um eine „gerechte und dauerhafte“ politische Lösung der Frage der marokkanischen Sahara



Rabat-Die Schweiz begrüßte am Donnerstag die „glaubwürdigen und ernsthaften“ Anstrengungen Marokkos um eine „gerechte und dauerhafte“ politische Lösung der Sahara-Frage.

"Wir bekräftigen die Bedeutung der glaubwürdigen und ernsthaften Anstrengungen Marokkos, die auf eine politische Lösung auf der Grundlage von Kompromissen abzielen", stellte der Schweizer Botschafter in Marokko, Guillaume Scheurer, die Behauptung auf, nachschiebend, dass sein Land alle Parteien dazu ermutigt, "in diesem Sinne zu arbeiten".

Der Schweizer Diplomat, Gast der Nachrichtensendung 2M Channel 2, unterstrich, dass "nur Verhandlungen zu einer gerechten, dauerhaften und für beide Seiten akzeptablen politischen Lösung" dieses regionalen Konflikts  führen würden.

Herr Scheurer hingegen brachte die Unterstützung der Schweiz zugunsten der  Bemühungen der Vereinten Nationen und zugunsten der zentralen Rolle dieser  Organisation bei der Schlichtung dieses Konflikts zur Sprache.

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Guatemala bekundet seine „feste und unerschütterliche Unterstützung“ zugunsten der Autonomieinitiative in der marokkanischen Sahara



Rabat-Guatemala bekundete am Donnerstag seine "feste und unerschütterliche Unterstützung" zugunsten der seitens Marokkos unterbreiteten  Autonomieinitiative als einziger Lösung für den regionalen Konflikt um die marokkanische Sahara in Übereinstimmung mit den Resolutionen der Vereinten Nationen und dies im Rahmen der territorialen Integrität des Königreichs Marokko und seiner Souveränität über dessen südlichen Provinzen.

Diese Position wurde vom Außenminister der Republik Guatemala, Herrn Pedro Brolo Vila, auf einer Begegnung per Videokonferenz mit dem Minister für auswärtige Angelegenheiten, für afrikanische Zusammenarbeit und für die im Ausland ansässigen Marokkaner, Herrn Nasser Bourita, zur Sprache gebracht.

In diesem Interview brachte Herr Brolo Vila überdies die Wertschätzung seines Landes zugunsten der Königlichen Initiative des Atlantikhafens in Dakhla zum Ausdruck, die einen großen Einfluss auf die Verbesserung des Handels zwischen Lateinamerika und Marokko ausüben wird, auch als Plattform für den  gesamten afrikanischen Kontinent, verweist darauf eine Pressemitteilung des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten, für afrikanische Zusammenarbeit und für die im Ausland ansässigen Marokkaner.

Desgleichen bejubelten die beiden Minister das Gedenken des 50. Jahrestages  der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den beiden Staaten und bekundeten den gemeinsamen Willen seiner Majestät des Königs Mohammed VI. als Rahmen für eine für beide Seiten vorteilhafte Süd-Süd-Zusammenarbeit.

Auf dieser Begegnung, die durch die Verabschiedung einer gemeinsamen Erklärung sanktioniert wurde, richtete die Republik Guatemala dem Königreich Marokko gegenüber für die Gesten der Solidarität und der humanitären Aktionen dem guatemaltekischen Volk gegenüber nach den Verwüstungen der Wirbelstürme ETA und IOTA ihren Dank aus.

Herr Bourita pries seinerseits die Entwicklungs-und–Ernährungssicherheitsinitiativen-und-Programme der Regierung Guatemalas, im Besonderen in einem Krisenkontext.

Im Hinblick auf die multilaterale Zusammenarbeit vereinbarten die beiden Staaten, den Dialog und die Koordinierung zu Themen gemeinsamen Interesses innerhalb verschiedener internationaler Foren zu intensivieren.

Herr Brolo Vila nahm diese Gelegenheit wahr, um seine Einladung an Herrn Bourita zu einem offiziellen Besuch in Guatemala im Jahr 2021 auszurichten, schloss die Erklärung damit ab.

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jeudi 3 juin 2021

 

Spanische Justiz eröffnet Verfahren gegen den sogenannten Brahim Ghali wegen Fälschung und Einsatz von Fälschungen



Madrid-Das Ermittlungsgericht Nummer 3 von Logroño hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Anführer der Milizen der Front Polisario, den sogenannten Brahim Ghali, wegen Verfälschung eines Reisedokuments eingeleitet, vermittels dessen er spätestens am 18. April 2021 auf spanisches Hoheitsgebiet einreisen durfte.

Dieser Entscheid wurde aufgrund einer Beschwerde der Gewerkschaft der spanischen Beamten Manos Limpias getroffen, wie wir am Mittwoch von der Beschwerdeführerin in Erfahrung gebracht haben.

"Der vorgelegte Sachverhalt beinhaltet Anhaltspunkte, die auf das mutmaßliche Vorliegen einer Straftat der Urkundenverfälschung hindeuten", dem Richter in dessen Urteil zufolge.

In diesem Fall, argumentiert der Richter, "ist es von Nöten, ein Ermittlungsverfahren" gegen den sogenannten Brahim Ghali zu eröffnen.

Der Separatistenanführer wurde am 18. April 2021 unter der gefälschten  algerischen Identität eines gewissen Mohamed Benbatouch auf das Krankenhaus San Pedro de Logroño eingewiesen.

Die spanischen Medien haben überdies über die Existenz anderer Dokumente, im Besonderen medizinischer Art, berichtet, worin der Anführer der Separatisten der Front Polisario als Mohamed Abdellah vorgestellt wurde.

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Sahara: Die Ausschließlichkeit des UNO-Prozesses darf nicht durch Schritte getrübt werden, die seinen Vorrang in Frage stellen (Herr Amrani)



Johannesburg-Die Ausschließlichkeit des UNO-Prozesses, der auf eine politische Schlichtung der Frage der marokkanischen Sahara abzielt, kann durch keinen Schritt getrübt werden, der dessen Vorrang in Frage stellen bzw. dessen  Ausdruck in die Quere kommen würde, stellte der Botschafter Marokkos in Südafrika, Herrn Youssef Amrani, am Mittwoch die Behauptung auf.

In einem offenen Brief an die stellvertretende südafrikanische Ministerin für internationale Beziehungen und für Zusammenarbeit, Candith Mashego Dlamini, im Anschluss an eine Rede an der Universität Limpopo, worin Bezug auf der Grundlage von teilweise unparteiischen Einschätzungen Marokko und der Sahara-Frage gegenüber genommen wurde, erinnerte Herr Amrani daran, dass die Afrikanische Union (AU) diese Anforderung durch ihre Resolution 693, die im Juli 2018 auf der Ebene der afrikanischen Staatsoberhäupter auf dem AU-Gipfel in Nouakchott verabschiedet wurde, formell befürwortet hat.

„Die von Ihnen erwähnte Resolution 690 des Sicherheitsrats war ein wichtiger Wendepunkt in der Einleitung eines UNO-Prozesses, der im Laufe der Jahre (…) die alleinige Relevanz einer dauerhaften politischen realistischen  pragmatischen Lösung auf Kompromisswege anerkannt hat“, schrieb der marokkanische Diplomat an Frau Mashego Dlamini.

In diesem Kontext argumentierte er, dass das Königreich immer an allen großen Kämpfen beteiligt war, um brüderlichen und befreundeten afrikanische Staaten in ihrem Kampf um die Unabhängigkeit gegenüber Beistand zu leisten. „Südafrika hat dies am konkretsten und mit dem Eingeständnis des verstorbenen Präsidenten Nelson Mandela erlebt“, sagte er, argumentierend, dass „die finanzielle, militärische und politische Unterstützung des Königreichs Marokko ausschlaggebend für den Weg der Antikolonial-und-Anti-Apartheid-Geschichte“ war.

Und um fortzufahren, dass "Marokko nicht zu Unrecht des gleichen Übels angeklagt werden darf, das es an vorderster Front mit aller Kraft und mit all seiner Entschlossenheit bekämpft hat, sowohl intern als auch auf kontinentaler Ebene".

Der Diplomat erinnerte in diesem Sinne daran, dass die sogenannte Anerkennung des angeblichen „DARS“ durch die OAU nicht das Ergebnis eines Entscheids bzw. eines afrikanischen Willens sei, sondern der „Verletzung der Gründungscharta unserer Institution“. "Bar einer Abstimmung bzw. eines  Verfahrens hat die sogenannte „DARS“ die Türen der Organisation durch politische Prozesse aufgezwungen, die die internationale Legalität oder das Prinzip der afrikanischen Einheit nicht einhalten", schob er nach.

Und um fortzufahren, dass die panafrikanische Entstehung und Dynamik nicht auf die Gründung der OAU im Jahr 1963 reduziert werden kann, hinzufügend, dass diese Gründung die Krönung eines Ansatzes der Solidarität, der Einheit und der Brüderlichkeit ist, der von afrikanischen Führern ausgetragen wird, die Gründerväter der Institution sind, die sich Jahre zuvor in 1960 in Casablanca unter der Führung Marokkos sowie der Führung seiner Majestät des Königs Mohammed V. zusammengetan haben.

Herr Amrani versäumte es nicht, darauf zu verweisen, dass, wenn es einen Ort gibt, an dem sich Politiker der wissenschaftlichen und akademischen Strenge beugen müssen, dies tatsächlich auf der Universitätsbank ist, „wo unsere Jugend, unser erster Reichtum, einen kritischen Geist aufgebaut hat“, abstützend  auf dem Wissen und nicht auf Vorurteilen”. „Es gibt eine notwendige Unterscheidung zwischen Befindlichkeiten und Tatsachen, zwischen Urteilen und Geschichten und damit grundsätzlich zwischen Ideologien und Wahrheiten“, argumentierte er.

Der marokkanische Diplomat sagte, er habe immer daran geglaubt, dass die Verpflichtungen der beiden Staaten in Einklang gebracht werden müssen, um die gewünschte Dynamik voranzutreiben. „Unsere Verantwortung geht weit über kurze politische Ansichten und Allianzen von Umständen hinaus. Rabat und Pretoria teilen ein gemeinsames Schicksal, weil sie eine gemeinsame afrikanische Identität aufweisen und danach streben, einer Geschichte Ehre zu erweisen und eine Zukunft aufzubauen“, schloss er damit ab.

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mercredi 2 juin 2021

 

Spanien muss agieren, um das Vertrauen in den Beziehungen zu Marokko wiederherzustellen (Direktor von La Razon)



Madrid-Spanien müsse "als freundliches Land agieren", damit das Vertrauen in seinen Beziehungen zu Marokko, "einer großen Nation und einem freundlichen Nachbarstaat", wiederhergestellt werde, unterstreicht der Direktor der spanischen Tageszeitung "La Razon", Francisco Marhuenda.

„Momentan haben wir eine Realität vor uns, nämlich dass Marokko das Vertrauen in Spanien verloren hat. Die spanische Regierung muss daher daran arbeiten, dieses Vertrauen wiederherzustellen“, stellte Marhuenda in einem Video die Behauptung auf, das auf der Webseite der spanischen Tageszeitung veröffentlicht wurde.

 "Jetzt, da dieses Vertrauen gebrochen ist, ist es an der Zeit, dass die spanische Regierung dieser Absurdität ein Ende bereitet und auf der Grundlage der Prinzipien von Beständigkeit, Nähe und Verständigung an einer Lösung der Krise mit Marokko arbeitet", empfahl er.

Marokko sei eine "große Nation, die sich immer weiter entwickelt, und seine  Beziehungen zu Spanien waren schon immer von Kooperation und Vertrauen ausgeprägt", erinnerte der Direktor von La Razon daran.

 "Spanien und Marokko, zwei benachbarte Staaten und Freunde, die herzlich mit einander verbunden sind, sind dazu verhängt, sich mit einander zu verständigen, zwecks dessen diese Krise zu meistern", unterstrich er.

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Erstmaliges Erscheinen vor der spanischen Justiz des sogenannten Brahim Ghali



Madrid-Der Anführer der Milizen der Front Polisario, der sogenannte Brahim Ghali, der wegen schwerwiegender Verbrechen wie Völkermord, Folter und Terrorismus beschuldigt wurde, erschien am Dienstag per Videokonferenz vor Santiago Pedraz, dem Richter der nationalen Anhörung, Spaniens höchstem Strafgericht, wie wir seitens juristischer Quellen in Erfahrung gebracht haben.

Die spanische Justiz hat zwei wichtige Klagen gegen den Anführer der Separatisten der Front Polisario eingereicht, der seit dem 18. April 2021 unter unklaren Bedingungen unter gefälschter algerischer Identität auf ein spanisches Krankenhaus eingewiesen wurde.

Die erste Klage wegen "Folter" wird von Fadel Breica eingereicht, der dem Anführer der Separatisten vorwirft, für dessen Entführung im Zeitraum vom 18. Juni 2019 bis zum 10. November desselben Jahres verantwortlich zu sein.

Die zweite Klage wegen „Völkermord“, „Ermordung“, „Terrorismus“, „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ und „Entführung“  unter anderem wird von der in Spanien ansässigen sahrauischen Vereinigung zur Verteidigung der Menschenrechte (ASADEDH) eingeführt.

Dieser Verurteilte gehört zu den 28 Mitgliedern der Separatistengruppe und hochrangigen algerischen Regierungsbeamten, die im August 2012 von ASADEDH und anderen Opfern angezeigt wurden.

Mehrere Opfer dieses Folterers, die gegen ihn Anzeige erstattet hatten, fordern nun seine Verhaftung und einen Prozess ein.

"Das heutige Erscheinen dieses Kriegsverbrechers, der Hunderte von Menschen gefoltert und ermordet hat, ist ein Sieg für seine Opfer, die Gerechtigkeit einfordern", erklärte Breica MAP gegenüber.

"Die Tatsache, dass der sogenannte Brahim Ghali, der seit 50 Jahren für schwerwiegende Verbrechen verantwortlich ist, auf der Anklagebank sitzt, ist ein Schritt in Richtung der Wiederherstellung der Gerechtigkeit", stellte Breica die Behauptung auf. Dieses Erscheinen sei nur der Auftakt eines Prozesses, der auch die anderen Anführer der separatistischen Bande der Front Polisario erreichen wird.

"Wir vertrauen auf die Unabhängigkeit der spanischen Justiz, die adäquate  Maßnahmen ergreifen wird, um diesen Verbrecher für seine abscheulichen Taten zur Rechenschaft zu ziehen", unterstrich er.

Dem spanischen Politikwissenschaftler Pedro Ignacio Altamirano nach, Opfer von Morddrohungen seitens der Milizen der Front Polisario und der auch Anzeige gegen den sogenannten Brahim Ghali erstattete, ist dieses Erscheinen nur der Anfang, um "den Opfern eines im Völkermord und Folter involvierten Gruppenterroristen gerecht zu werden“.

Diese Affäre sollte den Weg für die Verurteilung der anderen Kriminellen innerhalb der Führung der Front Polisario ebnen, die für die Verbrechen verantwortlich sind, die gegen die Abtrünnigen, aber auch gegen die Bevölkerung, die in den Lagern Tinduf unter unwirtlichen Bedingungen ausharrt, verantwortlich sind, bemerkte Altamirano in einer Erklärung MAP gegenüber.

Das erstmalige Erscheinen des sogenannten Brahim Ghali bringt das wahre Antlitz der Front Polisario ans Licht, verkörpert von einem Cheffolterer, der abscheuliche Verbrechen, Terroranschläge, Entführungen und schwerwiegende  Menschenrechtsverletzungen verübt hat.

Wenn es den Auftakt zu einer ersten Anerkennung der Rechte der Opfer und der strafrechtlichen Verantwortung dieser Person darstellt, sollte es sich dennoch auf diejenigen erstrecken, die stimmlos in den Lagern Tinduf oder in den Gefängnissen der Front Polisario die schlimmsten Formen von Folter und erniedrigender und unmenschlicher Behandlung auf sich nehmen.

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mardi 1 juin 2021

 

Marokkanisch-spanische Krise: Erklärung des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten, für afrikanische Zusammenarbeit und für die  im Ausland ansässigen Marokkaner



Rabat-Hierbei folgt eine Erklärung des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten, für afrikanische Zusammenarbeit und für die im Ausland ansässigen Marokkaner zur marokkanisch-spanischen Krise:

„An diesem Dienstag, dem 1. Juni, wird der sogenannte Ghali vor dem spanischen nationalen Oberstgerichtshof erscheinen. Zugegeben, dieses Erscheinen ist eine Entwicklung, welche Marokko zur Kenntnis nimmt. Es ist jedoch nicht die Grundlage für die schwerwiegende Krise zwischen den beiden Nachbarstaaten.

I. Das Erscheinen, dessen Entwicklung Marokko zur Kenntnis nimmt:

1. Erstens bestätigt das Erscheinen des sogenannten Ghali, was Marokko von Anfang an behauptet hatte: Spanien beherbergt tatsächlich wissentlich auf betrügerischer und okkulter Weise in dessen Hoheitsgebiet eine Person, die von den spanischen Gerichten wegen Beschwerden von Opfern spanischer Staatsangehörigkeit und wegen Handlungen verfolgt wurde, die teilweise auf spanischem Boden verübt wurden.

2. Dann zeigt dieser Auftritt das wahre Antlitz der Front Polisario, die von einem Anführer verkörpert wird, der abscheuliche Verbrechen verübt hat, Menschenrechte verletzt, foltert, gegen die Menschenrechte verstößt und sich terroristischen Handlungen hingibt.

3. Ebenso betont es die Verantwortung Spaniens sich selbst gegenüber, da die Opfer des sogenannten Ghali vor allem Spanier sind. Dieser Auftritt stellt daher den Auftakt einer ersten Anerkennung der Rechte der Opfer und der strafrechtlichen Verantwortung dieser Person dar. Es ist auch das erste Mal, dass die spanischen Gerichte diesen Beamten vorgeladen und ihm Beschwerden wegen schwerwiegender Verbrechen vorgeworfen haben.

4. Und wieder sind dies nur die Beschwerden, die ans Licht kamen. Wie steht es  mit all den Kindern, Frauen und Männern, die die Schrecken der Front Polisario ertragen? Die stimmlose Bevölkerung in Tinduf wird tagtäglich durch die Front Polisario unmenschlich behandelt, ohne dass ihnen Gerechtigkeit widerfahren kann.

II. Dies ist jedoch nicht die Wurzel des Problems:

1. Die Wurzel des Problems liegt in einem Vertrauensbruch zwischen den Partnern. Die Wurzel der Krise ist eine Frage feindgesinnter spanischer Hintergedanken in Bezug auf die Sahara, ein heiliges Anliegen des gesamten marokkanischen Volkes:

Die Krise hat nichts mit dem Fall eines Mannes zu tun. Es beginnt weder mit dessen Ankunft noch endet es mit dessen Ausreise. Erstens ist es eine Geschichte vom Vertrauen und vom gegenseitigen Respekt, die zwischen Marokko und Spanien gebrochen wurde. Dies ist eine Probe für die Zuverlässigkeit der Partnerschaft zwischen Marokko und Spanien.

Wenn die Krise zwischen Marokko und Spanien nicht ohne das Erscheinen des sogenannten Ghali beendet werden kann, kann sie nicht allein mit dessen  Anhörung gelöst werden. Marokkos berechtigte Abwartungen gehen darüber hinaus. Sie beginnen mit einer eindeutigen Abklärung der Entscheide und der Positionen Spaniens.

Für Marokko ist der sogenannte Ghali genau wie die Front Polisario. Die Art und Weise, wie er nach Spanien zurückkehrte-vermittels eines verfälschten Passes, unter einer gefälschten algerischen Identität und in einem algerischen Präsidentenflugzeug-enthüllt das Wesen dieser separatistischen Miliz.

Über den Fall der sogenannten Ghali hinaus hat diese Affäre die feindseligen  Einstellungen und schädlichen Strategien Spaniens der Frage der marokkanischen Sahara gegenüber entlarvt. Sie zeigte die Absprache unseres nördlichen Nachbarn mit den Gegnern des Königreichs, zwecks dessen die territoriale Integrität Marokkos unterminieren zu können.

Wie kann Marokko in diesem Kontext wieder Spanien vertrauen? Woher weißt man Bescheid, dass Spanien nicht wieder mit den Feinden des Königreichs ein Komplott schmieden wird? Kann Marokko wirklich darauf zählen, dass Spanien nicht hinter seinem Rücken manövriert? Wie kann man nach einem so schwerwiegenden Schnitzer das Vertrauen wiederherstellen? Welche Zuverlässigkeitsgarantien hat Marokko bisher? Tatsächlich kommt es darauf an, die grundlegende Frage zu stellen: Was will Spanien wirklich?

2. Diese Krise wirft auch eine Frage der Kohärenz auf. Man kann den Separatismus nicht daheim bekämpfen und ihn bei dessen Nachbarn fördern:

Im Namen dieser Kohärenz sich selbst gegenüber und dann seinen Partnern gegenüber hat Marokko den Separatismus nie instrumentalisiert. Es hat ihn in seinen internationalen Beziehungen und im Besonderen zu seinen Nachbarn nie wie eine Karte eingesetzt.

In dieser Hinsicht war Marokkos Politik Spanien gegenüber immer glasklar. Während der katalanischen Krise hat sich Marokko nicht für die Neutralität entschieden. Es gehörte zu den Ersten, die fest, klar und stark auf der Seite der territorialen Integrität und der nationalen Einheit seines nördlichen Nachbarn standen.

Die Frage ist legitim: Wie hätte Spanien darauf reagiert, wenn im Königlichen marokkanischen Palast eine Figur des spanischen Separatismus empfangen worden wäre? Wie hätte Spanien darauf reagiert, wenn diese Figur von seinem strategischen Verbündeten, seinem wichtigen Handelspartner und seinem nächsten Nachbarn im Süden öffentlich und offiziell aufgenommen worden wäre?

Lassen Sie uns kein kurzes Gedächtnis haben. Als beispielsweise in 2012 eine katalanische Wirtschaftsdelegation Marokko Besuch abstattete, wurde das Programm auf Betreiben der spanischen Regierung dahingehend abgeändert, dass diese Delegation nicht auf hohem Niveau empfangen wurde und dass es während des gesamten Zeitraums der Gespräche eine Anwesenheit des Vertreters der spanischen Botschaft in Rabat gab.

Im Jahr 2017 wurde die gleiche Konsequenz zur Anwendung gebracht, als Marokko den Antrag auf Besuch und Begegnung eines großen Anführers des katalanischen Separatismus ausschlug.

Marokko darf von Spanien nicht weniger abwarten. Dies ist das Prinzip einer echten Partnerschaft.

3. Marokko hat immer Solidarität mit Spanien aufgebracht:

Es gibt selbstverständlich natürliche Schwierigkeiten, die mit der Nachbarschaft verbunden sind, inbegriffen zyklische Migrationskrisen. Diese Schwierigkeiten sollten uns jedoch niemals vergessen lassen, dass Solidarität Partnerschaft bedeutet, während Zuverlässigkeit, gute Nachbarschaft und Vertrauen Freundschaft gleichsteht.

Es ist diese Solidarität, die Marokko Spanien gegenüber immer aufgewiesen  hatte. Die jüngste Geschichte lehrt uns, dass es viele Aktionen gegeben hat.

Im Jahr 2002 beispielsweise während des Untergangs eines Öltankers, öffnete Marokko seine Hoheitsgewässer freundlicherweise für 64 Fischereifahrzeuge aus der Region Galizien, während die Fischereiabkommen noch nicht abgeschlossen waren.

Im Jahr 2008, als sich Spanien mitten in einer Wirtschaftskrise festfuhr, räumte  Marokko Ausnahmen ein, um mit offenen Armen willkommen zu heißen und die Niederlassung und Tätigkeit spanischer Arbeiter und Unternehmer in Marokko zu bewerkstelligen.

Inmitten der katalanischen Krise konnte Spanien immer auf Marokko bauen, das seine nationale Souveränität und seine territoriale Integrität vorbehaltlos vermittels Maßnahmen verfochte (Untersagung der Einreise katalanischer Separatisten nach Marokko, Untersagung jeglichen Kontakts zwischen Konsulaten von Marokko in Barcelona und der katalanischen Separatistenbewegung) und Positionen (klare und starke Unterstützungserklärungen).

Der gleiche Geist der Solidarität hat sich in der Sicherheitskooperation und im Kampf gegen die illegale Migration immer durchgesetzt. So hat die Migrationszusammenarbeit seit 2017 den Abbruch von mehr als 14.000 irregulären Migrationsversuchen, den Abbau von 5.000 Handelsnetzwerken seit 2017 und die Unterbindung unzähliger Angriffsanläufe möglich gemacht.

Die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Terrorismus hat den Abbau mehrerer Zellen ermöglicht, mit Erweiterungen sowohl in Marokko als auch in Spanien und der Neutralisierung von 82 Terrorakten. Hinzu kommt der ausschlaggebende Beitrag der marokkanischen Dienste zu den Ermittlungen nach den blutigen Anschlägen in Madrid im März 2004. Desgleichen führte die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung des Drogenhandels zu einem fruchtbaren Austausch von rund zwanzig Fällen im Zusammenhang mit dem internationalen Drogenhandel.

Wie können wir nach all dem ernsthaft über Bedrohungen und Erpressungen im Zusammenhang mit der Aussage des Botschafters seiner Majestät des Königs in Madrid sprechen? Offenheit war nie eine Bedrohung, und Selbstverteidigung von Positionen kann nicht mit Erpressung gleichgesetzt werden.

 

4. Marokko zieht einen Unterschied zwischen der Freundschaft des spanischen Volkes und der Behelligung bestimmter politischer Kreise:

In dieser schweren marokkanisch-spanischen Krise hat Marokko immer klar zwischen der spanischen Bevölkerung einerseits und bestimmten weitsichtigen politischen Führern unterschieden, die die Freundschaft mit Marokko und die gute Nachbarschaft schätzen, und andererseits bestimmten politischen Regierungsmitgliedern sowie Medien-und-Zivilgesellschaftskreisen, die versuchen, die marokkanische Sahara zu instrumentalisieren und den Interessen Marokkos abträglich zu werden. Die Menschen, die Marokko im Trost ihrer veralteten Reflexe weiterhin mit anachronistischen Perspektiven sehen, ohne die Hinweise auf den Archaismus aufzugeben, die der Vergangenheit entstammen.

Marokko hat außerdem und offensichtlich kein Problem mit dem spanischen Volk, seinen Bürgern, seinen Wirtschaftsakteuren, seinen kulturellen Akteuren und seinen Touristen, die in Marokko als Freunde und Nachbarn herzlich willkommen sind.

Einige spanische Staatsbürger arbeiten sogar lange vor der Geburt seiner Majestät des Königs und ihrer Königlichen Hoheiten, Prinzen und Prinzessinnen im marokkanischen Königspalast. Dies bedeutet in der Tat, wie sehr Marokko die Dichte und die Solidität der menschlichen Beziehungen zwischen Marokko und Spanien nicht aufgibt.

Marokko wird weiterhin auf seinen natürlichen und echten Freundschaftsbindungen mit dem spanischen Volk bestehen.

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  Das Königreich Bahrain bekunde dessen Unterstützung zu Gunsten von der Marokkanität der Sahara und zu Gunsten von der marokkanischen Auton...