lundi 11 février 2019


Der Präsident des Rates berät sich mit der französischen Abgeordnete Valérie Gomez-Bassac 



Khalihenna Ould Erachid, Präsident des Königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten (CORCAS), beriet sich am Montag, den 11. Februar 2019 im Sitz des Rates in Rabat, mit der französischen Abgeordnete Frau Valérie Gomez-Bassac, Mitglied innerhalb der Präsidentschaftsmehrheit in Frankreich.
Der Präsident des Rates erinnerte seine Gästin daran, dass die Autonomie-Initiative, welche die Saharawis in 2006 ausgearbeitet haben und die Marokko den Vereinten Nationen in 2007 unterbreitet hat, eine neue Dynamik dem Sahara-Konflikt eingeflößt hat, der sich seit langem festfährt, auf Grund der Starrsinnigkeit Algeriens und der Front Polisario.
Khalihenna Ould Errachid wies darauf hin, dass der Generalsekretär der Vereinten Nationen und dessen persönlicher Gesandter den Anlauf unternehmen, die Verhandlungen wieder anzukurbeln, in dem Rundtische organisiert werden, davon der erste Rundtisch in Genf im Dezember 2018.
Es ist erwähnenswert, dass Frau Valérie Gomez-Bassac Mitglied innerhalb des Ausschusses betraut mit den kulturellen Angelegenheiten und mit der Bildung innerhalb der nationalen französischen Versammlung und innerhalb des Ausschusses betraut mit den europäischen Angelegenheiten (Nationalversammlung) ist. Sie hat den Posten Berichterstatterin der parlamentarischen Arbeitsgruppe der „demokratischen Abkommen zwecks des Wiederaufbaus Europas“ inne.
Der Begegnung wohnte Moulay Ahmed Mghzilate bei.
Quellen:
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Die Tindouf-Lager "die Hauptquelle der Anwerbung" für terroristische Organisationen in der Sahelzone (italienische Zeitschrift)
L’élimination du terrorisme dans la région sahelo-saharienne est tributaire du démantèlement des camps du polisario à Tindouf (Agence d’information argentine)

Die Tindouf-Lager im Südwesten Algeriens stellen "eine wichtige Anwerbungsquelle" für terroristische Organisationen in der Sahelzone dar, einschließlich Al Qaida im Islamischen Maghreb (AQIM) und die Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika (MUJAO), schreibt die italienische Zeitschrift "Analisi Difesa".
In einem Dossier mit dem Titel "Sahel: Terrorismus, Konflikte und internationale Missionen" betont die Zeitschrift, dass "die ernsthaften sozialen Bedingungen" in den Tindouf-Lagern "das Grassieren des Terrorismus in der Sahel-Sahara-Region begünstigen".
Analisi Difesa wies in diesem Sinne darauf hin, dass die Region zu "fruchtbarem Boden" für Netzwerke des Drogenhandels und terroristischer Bewegungen geworden ist, feststellend, dass die Situation in den Tindouf-Lagern die Entwicklung aller illegalen Aktivitäten sowie die Anwerbung junger Menschen in Rebellenbewegungen, Bewaffnung und Training terroristischer Gruppen fördert.
Der Zustand der Revolte und des Murrens in diesen Lagern, immer der Quelle zufolge, verschlimmert die Situation weiter, was zu einer starken Zunahme der Verbrechen des Drogenhandels, des Waffenhandels und des Menschenhandels führt, darauf hinweisend, dass diese Geißeln den Frieden und die Sicherheit in der Sahelzone in Gefahr bringen, aber auch in den Ländern des Mittelmeerraums.
Die Zeitschrift erinnerte auch an die Entführung von Ausländern in den Tindouf-Lagern durch Mitglieder der Front Polisario.
Quellen:
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Kroatien unterstützt etliche "ernsthafte" und "glaubwürdige" Bemühungen des Königreichs, um eine politische Lösung für den regionalen Streit um die marokkanische Sahara zu erzielen
La Croatie soutient tous les efforts “sérieux” et “crédibles” du Royaume pour parvenir à une solution politique au différend régional sur le Sahara marocain

Kroatien unterstützt etliche "ernsthafte" und "glaubwürdige" Bemühungen Marokkos, eine politische Lösung für den regionalen Streit um die marokkanische Sahara zu erzielen, sagte die stellvertretende Ministerpräsidentin und kroatische Außenministerin Marija Pejcinovic Buric am Freitag, den 08. Februar 2019 in Rabat.
In einer Presseerklärung nach ihrer Begegnung mit dem Minister für auswärtige Angelegenheiten und für internationale Zusammenarbeit, Herrn Nasser Bourita, sagte Frau Pejcinovic Buric, dass die Position ihres Landes Kroatien mit der Position der Europäischen Union in Bezug auf die Frage der marokkanischen Sahara übereinstimmt, die Wiederbelebung des Prozesses der Vereinten Nationen begrüßend und die Bemühungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, und seines persönlichen Gesandten für die Sahara, Horst Köhler, unterstützend.
Die Chefin der kroatischen Diplomatie hat den Wunsch geäußert, dass "dieser neue Anstoß eine positive Dynamik freisetzt", um eine Lösung für den Streit um die marokkanische Sahara zu erzielen, die "für Stabilität und Wohlstand in der Region" von Vorteil sein wird.
Frau Pejcinovic Buric stattet einen dreitägigen Arbeitsbesuch dem Königreich Marokko (7. bis 9. Februar) an der Spitze einer großen Delegation von Geschäftsleuten und Wirtschaftsteilnehmern, die in den Sektoren erneuerbare Energien und Industrie tätig sind, ab. Dies ist ein Bestandteil des regelmäßigen Dialogs und der Beratschlagungen zwischen Marokko und Kroatien und ihres gemeinsamen Bestrebens, ihren bilateralen Beziehungen neue Impulse einzuflößen und den Handel sowie die Investitionen zwischen den beiden Staaten anzukurbeln.
Quellen:
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vendredi 8 février 2019


Unter der Herrschaft seiner Majestät des Königs Mohammed VI. beruht die Bearbeitung der Sahara-Frage auf Effizienz und Vorgriff
Sous le règne de SM le Roi, le traitement du dossier du Sahara repose sur l’efficacité et l’anticipation (Journal saoudien)

In der Regierungszeit seiner Majestät des Königs Mohammed VI. wird die marokkanische Sahara-Frage nach einer neuen Bearbeitung managt, die auf effektiver, effizienter und vorausschauender Diplomatie beruht, schrieb die saudische Zeitung "Riad" am Donnerstag, den 07. Februar 2019.
In einem Artikel mit dem Titel "die marokkanische Sahara: zwischen historischer Legitimität und gesetzlicher Gesetzmäßigkeit" betont die Veröffentlichung, dass dieser neue Ansatz "auf proaktivem Handeln basiert, das auf genau definierten Zielen beruht, angefangen mit dem unveränderlichen Glauben Marokkos an seine Ansprüche und sein Engagement für die Integrität seines Hoheitsgebiets".
Wie der Artikel mit Fotos von Marokkanern illustriert wird, die am grünen Marsch teilgenommen haben, berichtet die saudische Tageszeitung, dass der 6. November 1975 einen Wendepunkt im Managen der Frage der Vollendung der territorialen Integrität Marokkos markiert.
Wir können ablesen, dass dieses Managen sich jetzt für politischen Realismus einsetzt und gleichzeitig die Rolle des Thrones bzw. des Volks im Kampf gegen die separatistischen und kolonialistischen Thesen betont, die zu dieser Zeit auf Marokko herabzielten.
Das Königreich hat auch eine einschlägige Strategie eingeschlagen, um den wiederholten Angriffen entgegenzuwirken, die darauf abzielten, Zwietracht im Innern des Landes einzusäen und die Menschenrechte zu gefährden, insbesondere angesichts der Rückschläge, die sich aus dem Grundsatz der Selbstbestimmung ergeben.“
Der Veröffentlichung zufolge "ist das Recht der Völker auf Selbstbestimmung eines der ältesten Menschenrechte, das sich nach dem Druck der nationalen Befreiungsbewegungen auf der ganzen Welt gegen die Kolonialmächte herausgebildet hat".
Die Veröffentlichung zaudert jedoch, nicht zu ignorieren, dass "das Stipulieren des Anspruchs auf Selbstbestimmung in den UNO-Texten im Gefolge der Bemühungen der Vereinten Nationen um die Befreiung der Völker vom Kolonialismus und im Eingreifen gegen die Zersplitterung der Staaten und die Beeinträchtigung ihrer Souveränität und territorialen Integrität eingesetzt wird".
"Es ist notwendig, die Rolle des Avantgardismus anzuerkennen, das Marokko bei der Einweihung des Anspruchs auf Selbstbestimmung gespielt hat, die im Wesentlichen auf die Normalisierung der territorialen Integrität der besetzten Staaten abzielte und einen Abbruch mit der imperialistischen Politik markiert", schrieb die Zeitung, betonend, dass das Königreich eines der ersten Staaten war, das diesem Prinzip durch die Anerkennung der Vereinigten Staaten von Amerika im Jahre 1776 Substanz einflößte.
Die Veröffentlichung erinnert auch daran, dass Spanien, das die marokkanische Sahara besetzte, direkte Gespräche mit dem Königreich Marokko führte, um der Entkolonialisierung in der Region Beistand zu leisten, und dass Marokko nach einer unvollendeten Unabhängigkeit im Jahr 1956 weiterhin die Wiedererlangung dieses Gebiets unter spanischer Besatzung geltend machte, angefangen mit der historischen Rede seiner verstorbenen Majestät des Königs Mohammed V. im Jahr 1958 vor einer marokkanischen Delegation, angeführt von seiner verstorbenen Majestät dem Königs Hassan II., der zu dieser Zeit noch Kronprinz war, der dem UNO-Vertreter in 1960 einen Antrag auf die Notwendigkeit stellte, der Besetzung in der marokkanischen Sahara ein Ende zu bereiten.
In der Veröffentlichung wird auch darauf hingewiesen, dass die Resolution 1514 der Vereinten Nationen genannt "die Erklärung über die Unabhängigkeit von Kolonialstaaten und Völkern", die separatistische These in jeder Hinsicht in Abrede stellte, welche besagte, dass "jeder Versuch unternommen wird, um "die nationale Einheit und die territoriale Unversehrtheit ganz oder teilweise in einem Land zu beeinträchtigen, was mit den Zielen und den Grundsätzen der Charta der Vereinten Nationen unvereinbar ist."
Dieselbe Quelle weist darauf hin, dass der Grundsatz der Nichtausübung des Rechts auf Selbstbestimmung zur Untergrabung der territorialen und nationalen Integrität von Staaten durch mehrere UNO- Resolutionen bekräftigt wurde, wovon die Resolution N 2625 im Jahr 1970 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde, die betonte, dass dieses Prinzip weiterhin von der Notwendigkeit abhängig sei, die nationale Einheit und die territoriale Integrität unabhängiger und souveräner Staaten zu respektieren.
Die Veröffentlichung befasst sich auch mit dem eindeutigen Gutachten des Internationalen Gerichtshofs von 1974, worin bestätigt wurde, dass die "Sahara zum Zeitpunkt der Kolonialisierung durch Spanien kein Herrschaftsgebiet ohne Herrscher" sei. Stattdessen hätten die Stämme der Sahara "rechtmäßige" Beziehungen mit dem Königreich Marokko unterhalten.
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jeudi 7 février 2019


Die Herren Bourita und Pompeo prüfen in Washington die Ausdehnung der bilateralen Zusammenarbeit auf regionale Fragen
MM. Bourita et Pompeo examinent à Washington l’élargissement de la coopération bilatérale aux questions régionales

Der Minister für auswärtige Angelegenheiten und für internationale Zusammenarbeit, Nasser Bourita, und der US-Außenminister Michael Pompeo erörterten am Mittwoch, den 06. Februar 2019 in Washington die Möglichkeiten, die bilaterale Zusammenarbeit auf regionale Fragen auszudehnen und bekräftigten gleichzeitig die langjährige strategische Partnerschaft zwischen den Vereinigten Staaten und Marokko.
Bei dieser Begegnung, woran die Botschafterin seiner Majestät des Königs Mohammed VI. in Washington, Lalla Joumala Alaoui, teilnahm, brachten die beiden Staats- und Regierungschefs "die langjährige strategische Partnerschaft zwischen den Vereinigten Staaten und Marokko auf den Punkt und prüften die Möglichkeiten der "Erweiterung dieser Zusammenarbeit auf regionale Fragen, sagte der stellvertretende Sprecher des Außenministeriums Robert Palladino.
Der Chef der amerikanischen Diplomatie hat "die konstruktive Teilnahme Marokkos an den Gesprächen mit dem Persönlichen Gesandten des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für die Sahara" begrüßt und dem Königreich seinen Dank "für dessen entschlossene Bemühungen im Kampf gegen den schädlichen Einfluss des Irans in der Region" ausgerichtet, sagte Palladino.
Pompeo bedankte sich auch bei Marokko für dessen Unterstützung des Interimspräsidenten von Venezuela, Juan Guiadó, derselben Quelle zufolge.
Darüber hinaus erörterten die Herren Pompeo und Bourita die bevorstehende Ministerkonferenz zur Förderung einer Zukunft des Friedens und der Sicherheit im Nahen Osten und wiesen darauf hin, dass dieses Konklave ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem stärkeren Sicherheitsrahmen für den Nahen Osten sein wird, erklärte der stellvertretende Sprecher des Außenministeriums.
Dieses Interview kam am Rande der Teilnahme von Herrn Bourita an der Ministerkonferenz der Weltkoalition gegen Daesh zustande.
Der Besuch in Washington war eine Gelegenheit für den marokkanischen Minister, anderen Beamten der US-Regierung zu begegnen, darunter dem stellvertretenden Staatssekretär betraut  mit den amerikanischen politischen Angelegenheiten, David Hale.
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mercredi 6 février 2019


Ist der der marokkanische Sahara-Konflikt mit dem Fall des Südsudans aus der Sicht der Trump-Regierung vergleichbar?
Consécration historique de la représentativité des élus du Sahara Marocain devant les Nations Unies
Bei der Vorstellung der Afrika-Strategie der Trump-Regierung Mitte Dezember 2018 in Washington DC, beschuldigte der amerikanische Sicherheitsberater der USA, John Bolton, den UNO-Sicherheitsrat zu Recht, weil er den Konflikt in der marokkanischen Sahara nicht beendet hatte.
Die Vereinten Nationen als Ganzes und insbesondere der Sicherheitsrat müssen ihren Ansatz zur Konfliktlösung neu überdenken. Es scheint, dass das Hauptziel der UNO seit vielen Jahrzehnten nicht mehr zur Lösung von Konflikten oder zu dauerhaften politischen Lösungen geworden ist, sondern sie lediglich unter Kontrolle zu bringen, ohne Aussichten auf eine Beendigung zu haben.
Dies gilt sowohl für den Sahara-Konflikt als auch für viele andere Konflikte. Wenn wir die Geschichte der UNO betrachten, erkennen wir an, dass es gelungen ist, nur wenigen Konflikten Frieden einzubringen.
Das Hauptproblem, das den Sicherheitsrat lahmgelegt hat, ist seine Zusammensetzung und die unvereinbaren Positionen seiner Mitglieder, insbesondere der ständigen Mitglieder. In jedem Konflikt auf der Tagesordnung des Sicherheitsrats neigen die P5-Mitglieder dazu, ihren Verbündeten zur Seite zu stehen, anstatt eine gemeinsame Basis und Kompromisse herauszufinden, die Konflikte beenden könnten.
In den letzten Jahren wurde dies im syrischen Bürgerkrieg gezeigt. Während der Abzug von Bashar Al-Assad und die weit verbreitete Empörung über den Einsatz chemischer Waffen gegen Zivilisten quasi einstimmig befürwortet wurden, haben sich Russland und China gegen acht Resolutionen gegen den Abzug des syrischen Präsidenten oder gegen die Verurteilung des Einsatzes chemischer Waffen ausgesprochen.
Dies gilt in geringerem Maße für die Frage der marokkanischen Sahara. Da jedes der P5-Staaten seine bilateralen Beziehungen und Interessen mit Marokko und Algerien bei der Prüfung seiner Konfliktpositionen berücksichtigt, war es bislang schwer, eine gemeinsame Basis für eine politische Lösung auf einvernehmlichem Wege zu erzielen.
Zu allem Überfluss gibt es ein konzeptionelles Problem, das die Hände der UNO lähmt und verhindert, dass sie sich vorwärts bewegt. Wenn man das Vorgehen der Vereinten Nationen gegen Konflikte auf ihrer Tagesordnung analysiert, scheint es, als sei dieses globale Gremium auf die gleichen Ansätze fixiert wie in den 1960er und 1970er Jahren.
Das Hauptproblem der Vereinten Nationen besteht darin, dass sie keine Kreativität bzw. keine Bereitschaft aufbringen, nach Alternativen zu suchen, wenn sich die Ansätze, die sie versucht haben, als unproduktiv ausgewiesen haben.
Dies ist der Fall der marokkanischen Sahara. Die UNO hält an der gleichen Auslegung der Selbstbestimmung aus den frühen Jahren der Entkolonialisierung in den 1960er Jahren fest.
Obwohl die Vereinten Nationen in den letzten 27 Jahren diesen Ansatz nicht auf den Sahara-Konflikt angewandt haben, haben sie immer noch nicht erkannt, wie dringend es sei, von diesem sakrosankten Konzept abzurücken und nach einer realistischeren Alternative zu suchen.
Während die Autonomie zu den drei Optionen der Selbstbestimmung gehört, neigt die UNO dazu, eher die Selbstbestimmung als der Unabhängigkeit einer sezessionistischen Entität oder einer separatistischen Bewegung notwendigerweise den Vorzug zu verleihen.
Es ist höchste Zeit, dass die UNO von ihrer Fixierung auf die Selbstbestimmung fortschreitet und sich damit abfindet, dass sie die heutigen Ansätze der 1960er und 1970er Jahre nicht auf die heutigen Konflikte anwenden kann.
Die Vereinten Nationen können die Parteien nicht ständig dazu auffordern, auf eine für beide Seiten akzeptable Lösung hinzuarbeiten, während sie die Option der Selbstbestimmung auf dem Tisch beibehalten. Die Vereinten Nationen sind sich bewusst, dass Marokko sich nicht von seiner Position distanzieren wird und dass die Unabhängigkeit keine Option sei. Diese Position wurde von seiner Majestät dem König Mohammed VI. und von der marokkanischen Regierung mehrfach wiederholt.
Die Vereinten Nationen müssen kreativer und realistischer sein und eine Lösung ausarbeiten, die die Erwartungen aller Parteien zufriedenstellt und gleichzeitig die Stabilität und das geopolitische Gleichgewicht in der Region aufrechterhält.
Vergleicht man die Sprache der letzten beiden Resolutionen des Sicherheitsrats mit den vorangegangenen Resolutionen, scheint sich die UNO in diese Richtung zu bewegen.
Zum ersten Mal seit dem Beginn des politischen Prozesses im Jahr 2007 hat der Sicherheitsrat die Parteien dazu aufgefordert, auf eine "realistische, praktikable und dauerhafte politische Lösung der Sahara-Frage hinzuarbeiten, die auf Kompromissen und auf der Bedeutung der Angleichung der Staaten des Westens als strategische Ausrichtung der MINURSO und der Vereinten Nationen auf dieses Ziel beruht. "
Die übliche Aufforderung an die Parteien, "Realismus und Kompromiss" aufzuweisen, mit der Betonung der Notwendigkeit, eine "realistische" Lösung zu erzielen, zu ersetzen, ist bedeutsam und spiegelt die Einforderung Marokkos wider, dass die Vereinten Nationen auf eine gangbare Lösung hinzuarbeiten haben.
Neben dem deutlichen Sprachwechsel scheint der Sicherheitsrat den wiederholten Anforderungen Marokkos, Algerien vollständig in den politischen Prozess mit einzubeziehen, offener gegenübergestellt zu sein. Zum ersten Mal seit Beginn des politischen Prozesses schließt die im Oktober 2018  verabschiedete Resolution 2440 des Sicherheitsrats Algerien in den Konflikt mit ein.
Die in den letzten zwei Jahren erzielten Fortschritte könnten jedoch durch den langjährigen Standpunkt des US-Sicherheitsberaters John Bolton zum Konflikt ungeschehen gemacht werden. Der amerikanische Beamte ist dafür bekannt, dass er die Vereinten Nationen nicht hochschätzte und ein Referendum als ein Weg zur Beendigung des Sahara-Konflikts favorisierte.
In seinen Memoiren von 2007 machte er seine Ansichten deutlich. Es scheint, dass ein Referendum seit Beginn des politischen Prozesses im Jahr 2007 nicht auf dem Tisch stand. Die Tatsache, dass Bolton es am 13. Dezember 2018 in seiner Rede an die Heritage Foundation (Heritage-Stiftung) erwähnt hat, ist für Marokko besorgniserregend.
In dem Fall, dass Bolton an seiner Ansicht festhält, würde aus seiner Meinung ein erklärtes Ziel machen, die Friedensmission der Vereinten Nationen effektiver zu machen.
Der Hauptgrund, warum die Vereinten Nationen keine Lösung für den Konflikt erzielt haben, ist ihre Hartnäckigkeit, das Referendum als Option beizubehalten. Die Vereinten Nationen sind sich bewusst, dass ein Referendum nicht möglich sei, weil Marokko und die Front Polisario sich darüber uneinig sind, wer Sahrawi ist und an einem Referendum teilnehmen darf.
Jeder Versuch von Bolton, die Option des Referendums wiederzubeleben, wäre kontraproduktiv und würde den politischen Prozess zurückstellen, wodurch alle Bemühungen der Vereinten Nationen in den letzten Jahrzehnten, einem realistischeren Ansatz Folge zu leisten, gefährdet werden.
Die Trump-Administration sollte aus den Ereignissen im Südsudan Lehren ziehen. Die Obama-Regierung war eine einflussreiche Macht, die der Unabhängigkeit des Südsudans Beistand leistete.
Die Selbstbestimmung war eines der Hauptprinzipien der Obama-Regierung, um ihre Unterstützung für die Bestrebungen der südsudanesischen Führer zu rechtfertigen. Amerikanische Prominente wie George Clooney nutzten auch ihre Aura und ihren Ruhm, um die Unabhängigkeit des Südsudans an die große Glocke zu hängen.
Noch sieben Jahre nach seiner Unabhängigkeit hat der Südsudan weder seinem Volk noch dessen Dividenden Frieden und Stabilität mit sich gebracht, noch ist er ein sicheres und stabiles Land oder ein vertrauenswürdiger amerikanischer Verbündeter geworden. Das Land war während des größten Teils seines Bestehens im Bürgerkrieg hineinversunken und barg nach Jemen und Afghanistan die drittgrößte Flüchtlings- und humanitäre Krise der Welt in sich. Mehr als die Hälfte der 12 Millionen Menschen des Landes ist mit starkem Hunger und Ernährungsunsicherheit konfrontiert.
Trotz aller internationalen Bemühungen, dem Bürgerkrieg im Südsudan ein Ende zu bereiten, scheint kein Ende herabsehbar zu sein. Anstatt der Region Frieden, Stabilität und Wohlstand mit sich zu bringen, hat die Unabhängigkeit des Südsudan Instabilität, Hunger und Blutvergießen mit sich gezogen. Darüber hinaus hat sich das Land zu einer Belastung für die internationale Gemeinschaft und zu einer Belastung für das Budget der Friedenssicherung und der humanitären Angelegenheiten der Vereinten Nationen entwickelt.
Nach einem Angriff der südsudanesischen Regierungstruppen auf westliche Hilfskräfte, darunter auch Amerikaner, beschlossen die USA, eine Resolution des Sicherheitsrats im August 2016 aufzuzwingen, wodurch 4.000 weitere UNO-Helme zur Sicherung des Friedens und der Sicherheit bereitgestellt wurden.
Erst am 11. Dezember 2018 appellierte das Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten an die internationale Gemeinschaft, 1,5 Milliarden US-Dollar einzuräumen, um die dringend benötigte humanitäre Hilfe für 5,7 Millionen Menschen parat zu stellen.
Die Geschichte des Südsudans sollte als ernsthafte Erinnerung dienen, dass das Prinzip der Selbstbestimmung, das notwendigerweise zur Unabhängigkeit führt, weder ein Allheilmittel noch eine einheitliche Lösung sei, die auf alle Konflikte der UNO-Agenda, einschließlich auf die marokkanische Sahara, anwendbar ist.
Die Vereinten Nationen und die Trump-Regierung sollten sich klar darüber sein, welche Ziele sie in der Region erreichen wollen. Wenn sie Frieden und Stabilität erzielen wollen, sollten sie kreativer und realistischer sein und eine für beide Seiten akzeptable Lösung ausarbeiten, die die Interessen aller Parteien in Rücksicht nimmt.
Jeder Ansatz, der sich von dem im Jahr 2007 eingeleiteten politischen Prozess unterscheidet, birgt die Gefahr in sich, dass Nordafrika in Chaos, Instabilität und Krieg hineinstürzt und dass sich die wichtigen strategischen Interessen Amerikas in der Region in Gefahr befinden.
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mardi 5 février 2019



Der Präsident des Rates berät sich mit einer Journalistendelegation aus Finnland


Khalihenna Ould Errachid, Präsident des Königlichen Konsultativrates für Saharaangelegenheiten (CORCAS), beriet sich am Dienstag, den 05.Februar 2019 im Sitz des Rates in Rabat mit einer Journalistendelegation aus Finnland, welche Marokko während des Zeitraums vom laufenden 03. Februar 2019 bis zum 09. Februar 2019 einen Arbeitsbesuch abstattet.
Diese Begegnung, der der Generalsekretär des Rates, Dr. Maouelainin Ben Khalihenna Maouelainin, und Moulay Ahmed Mghizlate, Mitglied im Rat, beiwohnten, bezog sich auf die rezenten Entwicklungen der Sahara-Frage und auf die Anläufe des UNO-Gesandten Horst Köhler, die Verhandlungen zwischen den Konflikt-Parteien anzukurbeln, in dem inoffizielle Treffen zustande gebracht werden, wovon der Genfer runde Tisch im vergangenen Dezember 2018 an der Spitze steht.
Der Präsident des Rates erörterte in diesem Zusammenhang mit dessen Gästen die Triftigkeit der marokkanischen Konflikt-Lösung, in dem eine weiträumige Autonomie der Sahara-Region gewährt werden wird, erläuternd, dass das Lösungsprojekt von den Saharawis über den Königlichen Konsultativrat für Saharaangelegenheiten ausgearbeitet wurde und dass das Königreich Marokko es auf den Tisch der UNO-Verhandlungen in 2007 als eine tapfere gerechte und praktische Konflikt-Lösung gestellt wurde.
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  Das Königreich Bahrain bekunde dessen Unterstützung zu Gunsten von der Marokkanität der Sahara und zu Gunsten von der marokkanischen Auton...